Muss ein Workshop immer ein halber Tag sein, um wirksam zu sein?
Meine Erfahrung: Nein.
Nach größeren Präsenz-Workshops mache ich mit Teams gerne kurze Follow-up Sessions – zum Beispiel zur Review des Work Plans. Oft reichen dafür ein bis zwei Stunden.
Was diese kurzen Formate hilfreich macht:
→ Der Fokus bleibt erhalten, weil das Ziel von Anfang an klar definiert ist
→ Externe Moderation sorgt dafür, dass die Zeit auch wirklich genutzt wird
→ Alle Teammitglieder sind aktiv Beitragende, nicht nur Zuhörende oder gar Moderierende
Der eigentliche Effekt zeigt sich für mich meist nicht erst im Nachgang: Die im großen Workshop getroffenen Verabredungen bekommen durch die Follow-up Session mehr Verbindlichkeit. Konkreter Fortschritt wird so sichtbar – für das Team und für alle Beteiligten.
Genau das macht diese kurzen Formate für mich als Beraterin so wertvoll: Sie sind der Unterschied zwischen einem guten Workshop-Erlebnis und echtem, nachhaltigem Fortschritt. Ich genieße es, Teams länger auf ihrem Weg zu begleiten, statt nach einem einzelnen Workshop-Tag wieder auszusteigen.
Auch im virtuellen Raum versuche ich immer, einen Mix aus Teamelementen und echter Arbeitssession hinzubekommen. Zum Beispiel mit Stimmungs- oder Energiehintergründen, die den Check-in informieren, einer bewussten Kombination an Tools und Methoden, wie kurzen Pitches durch die Teilnehmenden, interaktiver (Schreibarbeit) auf Mural, live Arbeit im Excel Sheet oder dem Austausch in Tandems, Triaden oder Kleingruppen, um alle wirklich einzubinden.
So bleibt auch online der Charakter einer aktiven Team- und Arbeitssession erhalten – und nicht nur der eines weiteren "Meetings".





Ich finde den Gedanken sehr nachvollziehbar, dass nicht die Länge eines Workshops über seinen Nutzen entscheidet, sondern wie klar das Ziel definiert ist und wie konsequent danach weitergearbeitet wird. Gerade kurze Follow-up Sessions können wahrscheinlich viel bewirken, weil Ergebnisse noch frisch sind und Verantwortlichkeiten nicht wieder im Alltag verschwinden.
Bei der Vorbereitung solcher Termine speichere ich mir oft unterschiedliche Seiten und Tools ab, auf die ich später zurückkommen möchte, zum Beispiel yep.eu.com/de. Für die eigentliche Teamarbeit gefällt mir hier besonders der Ansatz, virtuelle Sessions mit verschiedenen Methoden abwechslungsreich zu halten, statt daraus nur ein weiteres langes Online-Meeting zu machen.